Dienstag, 27. Oktober 2020

Das neue Gebäudeenergiegesetz

Neue Regelungen gelten ab 1. November 2020

Nachdem das Gebäudeenergiegesetz (GEG) im August diesen Jahres im Bundesgesetzblatt bekannt gemacht wurde, wird es nunmehr am 1. November 2020 in Kraft treten.

Ab diesen Zeitpunkt ersetzt es zukünftig das Energieeinsparungsgesetz, das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz sowie die Energieeinsparverordnung. Diese drei Vorschriften treten damit am 1. November außer Kraft. Das GEG ist nahezu deckungsgleich mit diesen Vorschriften, bringt aber einzelne Neuerungen mit.

Zum einen ist nunmehr geregelt, dass die beim Neubau bestehende Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien auch durch die Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien erfüllt werden kann. Darüber hinaus müssen zukünftig im Energieausweis auch die sich aus dem Primärenergiebedarf bzw. -verbrauch ergebenden Kohlendioxidemissionen angegeben werden. Abschließend ist nunmehr auch die Einschränkung beim Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 im GEG normiert.

§ 111 GEG regelt als Übergangsvorschrift die Anwendung des GEG auf bestehende Baumaßnahmen. Demnach sind die Vorschriften des GEG nicht auf Maßnahmen zur Errichtung, Änderung, grundlegender Renovierung, Erweiterung oder Ausbau eines Gebäudes anzuwenden, für die die Bauantragsstellung oder die Bauanzeige vor dem 1. November 2020 gestellt wurde. Für genehmigungsfreie Vorhaben ist der Eingang der Anzeige bei der zuständigen Behörde maßgeblich.